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Das Büro antirassistischer Initiativen, kurz BARI, gibt es seit dem Sommer '96 in Kassel.

Die Idee dazu entstand aus der Erfahrung der letzten Jahre, in denen sich jeweils in Reaktion auf einzelne politische Ereignisse und/oder zum Zweck konkreter Aktionen verschiedene Gruppen bildeten, denen es im weiteren und teilweise recht unbestimmten Sinne um eine antirassistische Arbeit ging (und geht).

An solchen Kampagnen gab es unter anderen:

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Frühere Ansätze, die verschiedenen Unternehmungen und Gruppen zu bündeln und die Zusammenarbeit mit anderen Gruppen (vor allem auch solchen, in denen sich MigrantInnen organisieren) auszuweiten, gediehen nie so weit, als daß sie den punktuell-sporadischen, auf Kampagnen hin orientierten Charakter der Aktivitäten hätten überwinden können.

Das BARI funktioniert nun als ein fester Ort, an welchem Aktivitäten, Kontakte, Wissen und Erfahrungen koordiniert, gesammelt, ausgetauscht und zugänglich gemacht werden.

Und es wird sich in der Zukunft hoffentlich etablieren

Wir arbeiten daran, innerhalb des BARI eine Beratungsinfrastruktur aufzubauen, was zwangsläufig für Menschen ohne fachliche Vorkenntnisse ein langwieriges Unterfangen ist. Aber es ist notwendig, denn in Kassel gibt es zur Zeit nur eine, von einer Person getragene, institutionalisierte Beratungsstelle für Flüchtlinge und AsylbewerberInnen (beim Diakonischen Werk). Hingegen ist, der Bedarf an Unterstützung, den ein undurchsichtiger, widersprüchlicher, auf Abweisung abzielender Apparat aus gesetzlichen Verordnungen, Behörden und Rechtsprechung auf Seiten der Asylsuchenden produziert, groß.

Zu den Bestandteilen und Erfordernissen einer sozialrechtlichen Unterstützung von MigrantInnen gehören:

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Wie gesagt, ist das allermeiste davon bislang Projekt, und wir suchen Menschen, die sich auf die eine oder andere Weise einbringen wollen - sei es mit Zeit, mit rechtlichen oder sprachlichen Kenntnissen, oder mit Geldspenden !!

Wir begreifen diese Unterstützungs- und Zusammenarbeit als Bestandteil eines praktischen Antirassismus, der sich gegen ein hierarchisches Gesellschaftssystem wehrt - nicht aus, sondern in Solidarität mit allen Menschen, denen mithilfe des Konstrukts »Ausländer« eine gesicherte Existenz und `allgemeine´ Grundrechte verweigert werden; ein Antirassismus, der sich wehrt gegen ein System, für dessen Aufrechterhaltung Rassismus als soziales Verhältnis eine zentrale Funktion erfüllt. In Form von Einschließungen und Ausgrenzungen naturalisiert Rassismus die Ungleichheiten, welche der kapitalistische Verwertungsbetrieb, die sozio-kulturelle Hegemonie und die Macht des Staates gleichermaßen voraussetzen, wie produzieren.

"MigrantInnen stellen die Verteilung des Wohlstands in Frage, sie fordern die Privilegien jeder Weißen heraus, sie erwarten soziale Garantien vom Sozialstaat und fordern Solidarität. Ihre antirassistischen Kämpfe sind soziale Kämpfe gegen ihre Ausgrenzung, gegen ihre Diskriminierung, und es sind Kämpfe für ganz >>normale<< Rechte und Garantien, die ihnen die rassistische Gesellschaft jedoch vehement und systematisch verweigert.
Das zu erkennen und in anderen gesellschaftlichen Konflikten und Prozessen zu vermitteln, die Legitmität ihrer Kämpfe zu unterstreichen, und ihnen unsere Solidarität zu versichern, ist Aufgabe einer jeden antirassistischen Politik.
Es muß uns perspektivisch tatsächlich darum gehen, antirassistische Politik und Positionen in allen gesellschaftlichen Bereichen und Kämpfen zu entwickeln, und nicht umgekehrt, Antirassismus zum Kampf-an-sich zu erklären. Perspektivisch deshalb, weil wir davon noch ein gutes Stück entfernt sind, aber auch, weil die letzten Jahre weniger von vielfältigen Kämpfen als vielmehr von gesellschaftlichen Umbrüchen gekennzeichnet waren."
(Anti-Rassismus-Büro Bremen 1995)

Spendenkonto des BARI:
Kontoinhaber: Local e.V.
Stichwort: Solidarität
Kto.-Nr.: 17970
BLZ: 520 501 51
Stadtsparkasse Kassel

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